Eine Begräbnisstätte für Muslime und Musliminnen in Vorarlberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 7. Dezember 2007, 08:51 Uhr

Eine Begräbnisstätte für Muslime und Musliminnen in Vorarlberg
Sektor
Themenbereich Bestattung
Staat Österreich
Bundesland Vorarlberg
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Gemeindeverband, islamische Gemeinschaften, Land Vorarlberg, Katholische Kirche. Prozessmoderation: okay. zusammen leben/Projektstelle für Zuwanderung und Integration.
Kontaktperson(en) Eva Grabherr
Projektwebsite http://www.okay-line.at
Projektstart (Jahr) 2004
Rechts- und Organisationsform Freiwillige Kooperation des Gemeindeverbandes, der islamischen Gemeinschaften, des Landes Vorarlberg, der Katholischen Kirche.

Externe Prozessmoderation: okay. zusammen leben/Projektstelle für Zuwanderung und Integration.

Preise und Auszeichnungen

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Beschreibung

Die Zuwanderung nach Vorarlberg hat auch die religiöse Landschaft des Landes nachhaltig verändert. MuslimInnen bilden heute mit rund 9 Prozent die zweitgrößte Religionsgemeinschaft im Land. Fast 50 Prozent dieser Menschen waren mit Jahresende 2003 bereits österreichische StaatsbürgerInnen. Viele Migranten und Migrantinnen, die als „Gastarbeiter“ kamen, haben sich also auf Dauer im Land niedergelassen. Damit steigt die Notwendigkeit der Schaffung religiöser Institutionen für die Vorarlberger MuslimInnen wie auch die Ausrichtung bestehender Institutionen auf die neue religiöse Heterogenität des Landes. § 6 des österreichischen Islamgesetzes vom 15. Juli 1912, nach dem die Einrichtungen und Gebräuche des Islam denselben Schutz wie die der anderen anerkannten Religionsgesellschaften genießen, ist so zu lesen, dass es MuslimInnen in Österreich möglich sein muss, entsprechend ihrer religiösen Normen begraben zu werden. Es zählt zu den Aufgaben einer Kommune, für ihre BewohnerInnen einen Begräbnisplatz bereit zu stellen. Es wird jedoch pragmatisch gesehen nicht sinnvoll sein, wenn jede Kommune eine eigene den religiösen Vorschriften des Islam entsprechende Anlage oder ein solches Gräberfeld errichtet. In Vorarlberg stellt sich diese Frage in besonderer Weise, da in beinahe allen Gemeinden Muslime leben. Es wird also sinnvoll sein, überregional zuständige Grabstätten zu errichten, was eine Kooperation der Gemeinden notwendig macht. Diese gemeindeübergreifende Herangehensweise ist im Vergleich zu den Referenzregionen (Tirol, Baden-Württemberg) eine Besonderheit des Vorarlberger Prozesses.


Finanzierung

Die Kosten für die Prozessmoderation durch „okay.zusammen leben“ trägt die Vorarlberger Landesregierung durch die Strukturförderung für die Stelle.

Aktueller Stand

Chronologie des Prozesses:

  • Herbst 2003: Die muslimischen Gemeinschaften des Landes gründen die „Initiativgruppe Islamischer Friedhof“.
  • Herbst 2003 bis Herbst 2004: Elisabeth Dörler erarbeitet im Auftrag von „okay.zusammen leben/Projektstelle für Zuwanderung und Integration“ die Studie „Eine Begräbnisstätte für Muslime in Vorarlberg“ als inhaltliche Grundlage für EntscheidungsträgerInnen.
  • August 2004: Die „Islamische Religionsgemeinde Bregenz“ der „Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich“ und die „Initiativgruppe Islamischer Friedhof“ stellen den Antrag auf Errichtung eines Friedhofs an die Vorarlberger Landesregierung.
  • November 2004: Der Vorarlberger Gemeindeverband initiiert den Arbeitskreis „Eine Begräbnisstätte für Muslime in Vorarlberg“.
  • November 2005: Übergabe der Empfehlung des Arbeitskreises an den Vorarlberger Gemeindeverband und Vermittlung des Papiers in den Kommunen.
  • 2006 soll auf Basis dieses Prozesses und dem daraus gewonnen Wissen die Standortfrage für die Errichtung einer ersten Anlage geklärt werden.

Erzielte Effekte

Weitere Informationen