UNESCO Biosphärenpark Großes Walsertal: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 5. Dezember 2007, 15:27 Uhr

UNESCO Biosphärenpark Großes Walsertal
Sektor
Themenbereich Wirtschaft & Gewerbe, Umwelt, Tourismus
Staat Österreich
Bundesland Vorarlberg
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Gemeinden Thüringerberg, St. Gerold, Blons, Sonntag, Fontanella, Raggal; Hauptausschuss und 7 thematische Ausschüsse der Regionalplanungsgemeinschaft Großes Walsertal; Biosphärenpark Management als operative regionale Stelle; Biosphärenpark Kuratorium (=REGIO Hauptausschuss) und Beirat mit Vertretern der Vorarlberger Landesverwaltung (Büro für ZukunftsfragenDer für das Attribut „Projektpartner“ des Datentyps Seite angegebene Wert „Raggal; Hauptausschuss und 7 thematische Ausschüsse der Regionalplanungsgemeinschaft Großes Walsertal; Biosphärenpark Management als operative regionale Stelle; Biosphärenpark Kuratorium (=REGIO Hauptausschuss) und Beirat mit Vertretern der Vorarlberger Landesverwaltung (Büro für Zukunftsfragen“ enthält ungültige Zeichen oder ist unvollständig. Er kann deshalb während einer Abfrage oder bei einer Annotation unerwartete Ergebnisse verursachen., Umweltabteilung), Bezirkshauptmannschaft sowie Energieinstitut; Arbeitsgruppen und Projektgruppen
Kontaktperson(en) Josef Türtscher
Projektwebsite http://www.grosseswalsertal.at
Projektstart (Jahr) 1998
Rechts- und Organisationsform Verein Regionalplanungsgemeinschaft Großes Walsertal als Rechtsträger des Biosphärenparks mit verschiedenen thematischen Ausschüssen
Preise und Auszeichnungen

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Beschreibung

Kurzbeschreibung: Sechs Gemeinden und ein gemeinsames Zukunftsprinzip: Das Große Walsertal mit seinen 6 Gemeinden liegt im Zentrum Vorarlbergs und ist mit knapp 3.500 EinwohnerInnen auf einer Fläche von 192 km2 sehr dünn besiedelt. Es ist ein abgelegenes steiles Bergtal ohne Industrie, dafür aber mit einer Vielzahl von unberührten Landschaften. Die Idee, sich gemeinsam um das UNESCO Prädikat „Biosphärenpark“ zu bewerben, entstand 1998. Im Jahre 2000 wurde das gesamte Große Walsertal von der UNESCO als „Biosphärenpark“ ausgezeichnet und ist seither Mitglied im internationalen Netzwerk von Modellregionen für nachhaltige Entwicklung (weltweit rund 500 Biosphärenparks). Projektträger ist die Regionalplanungsgemeinschaft mit den sechs Großwalsertaler Gemeinden als ihre Mitglieder. Aufgabe der REGIO ist die Mitgestaltung der zukünftigen Entwicklung des regionalen Lebensraums in ökologischer, wirtschaftlicher, kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht entsprechend dem gemeinsamen Leitbild der Region. Die Koordination und Unterstützung bei der Umsetzung der vielfältigen regionalen Impulsprojekte und Aktivitäten obliegt dem Biosphärenpark Management. Ziele des Projekts:

  • Ein Gebirgstal als Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften etablieren,
  • Wertschöpfung steigern und naturorientierten Tourismus fördern,
  • Arbeitsplätze sichern und schaffen,
  • in Strukturen von Gemeinden effizient zusammenarbeiten,
  • Naturschätze und Kulturwerte der Region erhalten,
  • ökologische Bewirtschaftungsweisen fördern,
  • Talbewohner für Naturwerte sensibilisieren, BürgerInnen beteiligen,
  • 100 Prozent erneuerbare Energieträger nutzen.


Finanzierung

Biosphärenpark Budget ca. € 190.000,- pro Jahr (excl. sonstige regio-nale Projekte wie Bauamt, ÖPNV, Arztversorgung u.ä.): BSP Budget setzt sich zusammen aus: Beitrag von € 10,-/Einwohner/Jahr, € 100.000,- Sockelfinanzierung durch das Land Vorarlberg, € 17.000,- Sponsorgelder, Projektfinanzierungen

Aktueller Stand

  • Partizipative Leitbilderstellung,
  • Regionale Projekte zu erneuerbarer Energie und nachhaltigem Tourismus, zu ökologischer Landwirtschaft und Naturschutz,
  • Einführung eines regionalen Nachhaltigkeitsmanagementsystems,
  • Umweltbildungsaktivitäten,
  • Kooperationsprojekte im Gewerbe, Tourismus und Landwirtschaft (Bergholz, Walserstolz, Genussspechte, Partnerbetriebe, landwirtschaftliche Exkursionsbetriebe),
  • regionale Energieberatungsstelle und regionale Förderung für erneuerbare Energieträger beim Wohnbau,
  • Auszeichnung von Biosphärenpark Partnerbetrieben,
  • Nachhaltigkeitsbericht, verschiedene Forschungsprojekte,
  • Einführung eines regionalen Bauamts,
  • teilweise gemeinsame Buchhaltung der Gemeinden,
  • Gründung eines regionalen Tourismusvereins

Ergebnisse:

  • Bewusstsein zur regionalen Zusammenarbeit und ökologisches Verständnis wurde gestärkt,
  • Steigerung der regionalen Wertschöpfung,
  • Stärkung der Zusammenarbeit und der ehrenamtlichen Mitarbeit für eine gemeinsame regionale Zukunftsgestaltung,
  • Verstärkung des Denkens in Richtung „Nachhaltigkeit“ bei den BewohnerInnen.

Einrichtung eines gemeinsamem Bauamts als Ergebnis der Kooperation: Mit der Einführung des regionalen Bauamts wurde erstmals in Vorarlberg eine derartige Kooperation realisiert. Ziel des regionalen Bauamts ist die Entlastung der Bürgermeister und die Verbesserung der Effizienz und rechtlichen Qualität der Baurechtsverwaltung. Dadurch verbessert sich auch die Beratung der Bauinteressenten in rechtlichen, energie- und sonstigen bautechnischen und baugestalterischen Fragen. Die Bauwerber können ihre Anträge nach wie vor im örtlichen Gemeindeamt einreichen. Mit dieser Maßnahme wird insbesondere auf die Grundsätze und Zielsetzungen im Biosphärenpark-Leitbild über die Siedlungsentwicklung Bedacht genommen.


Erzielte Effekte

Weitere Informationen