Verwaltungskooperation zentrales Thema bei der Tagung Public Sector 2009-2049

Aus Plattform Verwaltungskooperation
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2009-10-15: Das KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung lud letzte Woche zur Tagung Public Sector 2009-2049 ins Tech Gate Vienna. Die Zukunft des öffentlichen Sektors stand im Mittelpunkt der hochkarätig besetzten Veranstaltung. Gemeinsam mit 180 TeilnehmerInnen aus allen Gebietskörperschaftsebenen, hochrangigen VertreterInnen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft, wurde der Frage nachgegangen: Wie wird sich der öffentliche Sektor in den nächsten 40 Jahren entwickeln?

Das Thema Verwaltungskooperation war dabei gleich bei zwei Arbeitsforen im Mittelpunkt gestanden:

Forum 3 - Vertikale Netzwerke - Benchlearning

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Vernetzung und Benchlearning schaffen eine Vielzahl an Chancen und Möglichkeiten für den öffentlichen Sektor. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch, das Voneinander-Miteinander-Lernen und die Kooperation auf allen staatlichen Ebenen bieten sowohl national als auch international Potenziale zur Reduktion der Ausgaben (Shared-Service), zur besseren Erreichbarkeit von Bürgern und Wirtschaftstreibenden (Zielgruppenansatz) und zur Sicherung der Qualität des Verwaltungshandelns damit sich die österreichischen Verwaltungen den künftigen Herausforderungen noch besser stellen können.

Kooperation und Benchlearning basieren derzeit auf ausschließlich freiwilliger Basis. Um der Wichtigkeit von Kooperationen gerecht zu werden, sollten verschiedene Anreize und Möglichkeiten zur Institutionalisierung geschaffen werden.

Im Forum 3 haben Mag. Peter Biwald, KDZ, BH HR Dr. Rosemarie Drexler, BH Zell/See und Bgm. Bernhard Müller, Stadt Wiener Neustadt unter der Moderation von Mag. Alexander Maimer disktuiert.

Forum 4 - Organisation der Stadtregionen - Regionale Kooperation

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In den österreichischen Stadtregionen leben rund 70 Prozent aller Menschen in Österreich Darüber hinaus sind sie die wesentlichsten Wirtschaftsmotoren und gesellschaftlichen Innovationspole des Landes. Damit diese städtischen Regionen ihre wirtschaftliche Kraft auch in Zukunft entfalten können und dabei gleichzeitig die Lebensqualität der dort wohnenden Menschen nicht leidet, gilt es einige zentrale Herausforderungen zu meistern.

Als ganz zentrale Herausforderung wird dabei angesehen, die Kooperation der Städte und Gemeinden in den österreichischen Stadtregion weiter auszubauen und zwar insbesondere auch in politisch schwierigeren Themenbereichen, wie etwa der Siedlungsentwicklung, der Gewerbe- und Handelsentwicklung. Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt, dass es hierbei nicht ausreicht, allein auf Freiwilligkeit und Einsicht zu setzen. Als wichtige nächste Schritte wurden in diesem Zusammenhang diskutiert: gezielt das Bewusstsein für die Bedeutung der Stadtregionen aber auch der dort zu bewältigenden Herausforderungen zu stärken; sinnvolle Governance-Strukturen im Sinne von stärker institutionalisierten und demokratisch legitimierten Planungs- und Entscheidungsstrukturen der gesamten Stadtregion zu schaffen (hier kann auf langjährige Erfahrungen aus Deutschland zurückgegriffen werden); eine zwischen Bund und Ländern abgestimmte Strategie zur Sicherung und Stärkung der Stadtregionen (z.B. Beispiel nach dem Vorbild der Agglomerationspolitik der Schweiz) zu entwickeln.

Im Forum 4 haben Dr. Christoph Platzgummer, Stadt Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Axel Priebs, Region Hannover und Univ.-Prof. Dr. Peter Weichhart, Uni Wien unter der Moderation von Dr. Klaus Wirth diskutiert.

Weitere Information zur Veranstaltung finden Sie auf der Homepage des KDZ